Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Das sind so Probleme. Vor ein paar Tagen in der Kneipe gesessen und zwei Französinnen von Bargfeld vorschwadronniert, heute die Ohnmacht zu Ende gelesen, und überfallartig die Besessenheit von der Idee, etwas mit einem See zu machen, dabei mache ich derzeit eh gar nichts und habe nicht einmal eine Rechtfertigung für die großkotzige Wendung, etwas zu machen, mein Revo in der S-Bahn bearbeitet mit der Sache mit dem See, es klingt alles wie aus den Frisch-Tagebüchern, ich fürchte und weiß, daß es nicht wie aus den Frisch-Tagebüchern klänge, hätte ich die Frisch-Tagebücher nicht gelesen. Etwas wie Sommerstarre , denke ich, nur weniger dick auftragen, ganz ruhig, nur das friedliche Knacken der Natur um den See und das gräßliche Knirschen der Gewalt zwischen zwei Menschen; dabei kann ich nicht einmal sagen, ob Sommerstarre wirklich der nette kleine Erstling eines netten klugen jungen Mannes ist, für den ich ihn halte, oder ob ich das Buch nur mag, weil ich es an einem irreal schönen Sonntagnachmittag gekauft und im Zug, unter Beobachtung, gelesen habe.

Link | 23. Oktober 2004, 0 Uhr 12