Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Das Haus der Berliner Festspiele ist ein fantastischer Ort. Wie in jedem Fall guter Architektur ist das Haus rührend, weil da jemand an die Menschen glaubt. Denn daß es sich lohnt, muß glauben, wer ein solches Atrium baut, einen mit dunklem Metall aus dem Garten geschnittenen Raum, darin Schiefer, niedere Hocker und Licht, und dann ein Theater dahinter, eine Halle, die den Saal einfasst mit einer Atmosphäre der Spannung, nicht zuletzt erzeugt aus in die Perspektive der Glasfront gesetzten Strahlern unter der hohen Decke: diesem Halbdunkel.

Augenmaß: Vielleicht die verlorene Qualität.

Man müsste (man müsste) die Kräfte bündeln, nicht mehr zulassen, daß alles an verschiedenen Orten passiert und nichts miteinander zu tun hat. Man muß Gruppen von Leuten schaffen, die verschiedene Sachen machen, aber klug sind. Mir schwebt eine Planwirtschaft des Gefühls vor — es ist nicht schwer zu machen, nur ein bisschen freiräumen vorher —

Link | 12. September 2009, 12 Uhr 51 | Kommentare (1)


1 Kommentar


Ich war vorgestern in der neuen Bibliothek der Humboldt-Universität. Wenn sie einst eröffnet sein wird, solltest Du sie Dir ansehen. So langweilig sie von außen ist, spricht in ihr der Architekt zu den Menschen. Anrührend.

Comment by stralau | 11:31