Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Film, den ich liebe: Marseille von Angela Schanelec. Marseille, der fremde Ort, ohne Verhältnisse und Bezüge, eine Wohnung mit einem Klappbett und kaputter Glühbirne, ein schäbiger Ort, wo man schläft oder bei Regen ein Buch liest, das dann auf dem Fensterbrett bleibt. Einsamkeit von der Sorte, in der die Straßen tosen und alles leicht bedrohlich ist, und abends ein Kaffee in der nächstbesten Bar auch zu nichts führt; in der man versucht, möglichst lange zu schlafen, um weniger Zeit totzuschlagen zu haben — und dann Berlin: Gewalt, Verhältnisse, Verbindlichkeiten, Haltungen. Wir haben die Schilder wegen der Kommunikation. Und ein ganz langsamer Riss, ein Ding, von dem man nicht weiß, ob es Glück oder Unglück ist, eine unmerkliche Veränderung, ein Woandershinwollen und Angewiesensein auf all das hier, zwei Sorten Fremdheit: Im Vertrauten, im Anderen. Hm, Leben.

Marseille ist einer dieser Filme, die ich zufällig halb gesehen habe im Fernsehen, hängengeblieben am Tempo, und für die ich dann die ganze Nacht aufgeblieben bin, um sie noch einmal ganz zu sehen. Vor Jahren, vor sechs Jahren, um genau zu sein; eine Klammer, könnte man sagen, wenn ich ihn jetzt wiedersehe.

Link | 25. März 2010, 21 Uhr 58 | Kommentare (1)


1 Kommentar


fast forward 2010:

http://pforu.tumblr.com/post/443421821

Ich mag ja 2010, und habe an der Gegenwart nichts auszusetzen.

Comment by E. | 13:42