Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Wenn man zweiundzwanzig ist, denkt man, daß man bestimmte Dinge tun müsse, und so und so gut tun müsse, um nicht zu scheitern im Leben. Das ist ein Irrtum, dieses sogenannte Scheitern ist unvermeidlich. Früher oder später verläuft sich die Welle. Was man für den Erfolg der eigenen Persönlichkeit hielt, was es auch sein mochte, verwandelt sich beim Näherkommen, über die Jahre, in eine Banalität im besten Falle. Man lebt lange genug mit dem Selbstprojekt, um sich daran zu gewöhnen und sein langsames Gelingen nicht einmal zu bemerken. Scheitern und Gelingen sind nicht unterscheidbar, man verwandelt sich in sich selbst, wie das zu bewerten ist: Wer weiß es schon.
Praktisch für sich nutzbar machen kann man diese Erkenntnis nicht. Es gibt nur eine Lehre, die man ziehen kann: Den eigenen Erfolg sieht man zwar nicht, wohl aber den der anderen: Der leuchtet hell und ist nicht zu übersehen. Deswegen sollte man für einen, wenigstens, von diesen Erfolgen verantwortlich sein. Und jetzt, da ich offiziell dabei angekommen bin, wie das Wort zum Sonntag zu klingen, sage ich Ihnen: Fuck it, es ist die Wahrheit.

Link | 17. April 2010, 14 Uhr 19