Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Die Prächtige Stadt: Die Bürger der Stadt (die Stadtbewohner) schmücken ihre Stadt. Nicht ein einziges Haus lassen sie aus; wenn es an die Auswahl der Materialien für eine Fassade geht, sagt der Städter: Ich wähle Mosaik in taubengrau, und Purpurtöne unter den Fenstern. Wichtigster Schmuck der Stadt ist der Tempel im Zentrum, darum sind die Versammlungsorte der Städter gruppiert, der Platz mit den Pylonen und den Bäumen, eine Halle, der große Saal.

Der Reisende, wenn er sich der Stadt nähert, sieht schon von Ferne (von den Bergen her) die glasierten Ziegel der Dächer im Sonnenlicht glänzen, die Fassaden reflektieren alle Farben des Spektrums, in seidenmatt. Es ist, denkt sich der Reisende, als hätte ich dies Stadtpanorama mit Pinsel und Leinwand von diesem Punkte aus erschaffen, und doch: Halte ich Pinsel in der Hand? Sperrt eine Leinwand meinen Blick, meinen Blick auf die Prächtige Stadt?

Die Prächtige Stadt existiert nicht. (Kein Stolz rührt die Herzen der Bürger, niemand zieht vor die Tore, um das Bild der Stadt zu betrachten. Die Städter wohnen nicht in ihren Häusern, sie wohnen nicht einmal in der Stadt.)

[Die in der Stadt wohnen, träumen zugleich davon, nicht arbeiten zu müssen und arbeiten zu dürfen.]

Link | 16. März 2013, 17 Uhr 26 | Kommentare (1)


1 Kommentar


Im Fleischteig eines Hintergrundvielleichts räuspert die heisere Ahnung durch ein Geflecht von Zaudern. Sie spricht von Destabilisierung.

Comment by claire | 22:25