Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

  1. Klar der Ruf einer Dampflokomotive über der Stadt, zweimal hintereinander, im beginnenden Regen.
  2. Eine weiße Blechtür zwischen jungem Laub, ein gerahmtes Transporterheck, furchteinflößend, banal, dicke Tropfen im 45°-Winkel davor hin.
  3. Die sanfte Leere all dieser Situationen, Stimmungen und Stilleben.
  4. Das Haus zittert über der U-Bahn; die Betonplatten haben sich aber aneinander gewöhnt.
  5. Fast dunkel ist es, und Zeit hat dieser Regen keine, ein Granitsims, abblätternde Farbe, altes Glas, junge Bäume, es könnte auch ’82 sein.
  6. In der Zeit nach der Elektrizität? In der Zeit nach der Elektrizität…?
  7. Eine mögliche Karriere ist fast ein Hindernis, ihre Tatsächlichkeit oder Unmöglichkeit muß erst erwiesen werden, bevor wieder frei gehandelt werden kann.
  8. Die Gewalt von 16 Horsepower, die ich liebe schon wegen der energetischen Geschichte, über die ich zu ihr kam; und weil es Eisenbahnmusik ist, gemacht für lange fiebrige Nächte in halbdunklen, herumgestoßenen Waggons, übermüdet und glücklich, verschwitzt, im Gespräch.
  9. Im Haus unter mir wohnen die Hartz-IV-ler, ich bewohne das Hartz-IV-Penthouse. Es ist nur die Instabilität, die mich abschreckt, wenn ich mich in ihre Situation denke, nur die Instabilität, 50 Jahre Leben vor mir, die eigenen Kräfte aufzugeben scheint zwar wohl möglich, aber doch vorschnell, 2056 ist eine gefährliche Zeit.
  10. Passiv werden… oder die Stadt verlassen…

[Qubit-Zustand!]

Link | 27. Mai 2006, 18 Uhr 25