Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Da unterhalten sich die beiden also, verdammte Rheinländer, jedenfalls kann man es nicht überhören, es ist vielleicht doch bald Zeit für ein Auto, und sie beklagen sich über ihren Busfahrer, der sie nach Berlin gefahren hat, was er lieber hätte lassen sollen, finde ich, und dieser Busfahrer telefoniert beim Fahren und blättert in Prospekten auf dem Lenkrad und meine Knöchel an der gelben Stange sind knochig weiß und wollen knirschen auf Knochen, aber man lebt ja in zivilisierten Umständen, woran man angesichts solcher Kaliber, lilagefärbter rheinischer Frühpensionierter Schatullen, gelegentlich zweifeln kann, und dann sagt die Rheinländerfrau zu ihrem aufgeschwemmten Wohlstandswauwau von bätschkäppigem Ehemann ohne ein Zwinkern „Das ist doch garantiert verboten und so gefährlich! Ich bin ja für Leben ohne Risiko, aber: Das gibt’s nicht mehr.“ und da erkenne ich, daß früher, in der Bonner Republik, wirklich alles besser war, falle aus der Straßenbahn und hole endlich tief Luft.

Link | 29. August 2004, 16 Uhr 39