Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Dunkelheit und Wind: Noch ein Jahr, noch eines. Nur Dummköpfe werden melancholisch im Herbst, als hätten sie etwas zu verlieren; richtig ist, sich der Dunkelheit und dem Wind entgegenzuwerfen gierig und mit einem Raubtierknurren; herbstliche Todesmetaphorik war mir immer zuwider (Rilke dieser traurige Trottel, als sei das nicht unsere offenbarste Freude, uns zu verbrauchen an der in weichen Ballen in unsere Gesichter schlagenden Zeit); sehen Sie die Mädchen an den Haltestellen in wollenen Röcken, sehen Sie, was ich meine? Sehen Sie die Zeit durchströmen durch das alles — ein Bus, irgendein Bus, und Sie sehen Sie nie wieder? Sehen Sie die Dönerläden erblühen und verwelken, die Bahnhöfe und Fassaden Kristalle ausbilden, die Armut stadtauswärts wandern und zurück? Und mittendrin wir, leichter als die Steine und beweglicher, unruhig und jedenfalls bereit? arrw arrw

[jedes Jahr das: eben.]

Link | 15. September 2008, 0 Uhr 22 | Kommentare (2)


2 Kommentare


Jaja, ich habe es auch so, genau so, lange gefühlt und gesehen… und hier liegen sie, die Schlaftabletten und wer griffe nicht zu, wenn es plötzlich doch zu dunkel wird, im Herbst.

Es stimmt einfach nicht. Reden Sie es sich doch ein! Aber wir sind dummköpfig. Wie könnten wir nicht!

Comment by marseille | 21:56




Tja sagte gestern einer, als ich beim Mittagessen schwärmte von all der herbstlichen Glorie (und offenbar überzeugend klang), tja, der ist ja auch Darth Vader.

Comment by spalanzani | 22:09