Vigilien.

wenn du aber lau bist, und weder kalt noch warm –

die Sonne, die durch Glas und dunklen Essig auf gebeiztes Holz fällt, die gleißende Lichtkante, die das Glas in den komplexen Schatten zieht

2. September 2010 20:14 | Comments (0)



I don’t know. This could be upsett’n the whole space-time continuum, or someth’n. sagt Tychus mit schwerem Südstaaten-Convict-Akzent, der die ungewohnten Vokabeln fast nicht produzieren kann, vor dem Einsatz des Xel’Naga-Artefakts. Und Raynor antwortet: Easy, Tychus. This ain’t science fiction!
Ein Standardgag auf Kosten des Star-Trek-Technobabble, und außerdem eine programmatische Ansage: Starcraft ist keine Science Fiction, sondern Fantasy im Weltraum. Und seit Starcraft II – Wings of Liberty sind die Menschen darin, das ist überraschend: cool.

Im Starcraft-Universum gibt es drei Parteien: Menschen, Zerg, und Protoss. Zerg und Protoss sind aus dem Unbewussten geschnitzt: Die Zerg sind der biologische Horror, die Pest, Teil von Gigers Alptraum, insektenhaft, infektiös, blindwütig sich ausbreitend, mit feuchten Exoskeletten, im Schwarm ohne Individuen organisiert, überall am Körper (an den falschen Stellen) Organe exponierend und in jedem Körper nur Organ eines größeren Organismus, des Schwarms. Die Protoss dagegen, am anderen Ende der Angstskala, sind Funktionen des Vaters, Abkömmlinge der Götter, saubere, noble Energiewesen, Körper ohne Organe, überlegen, kühl, manipulativ und kristallin, mitleidlos streng und rätselhaft. Im alten Starcraft sahen die Menschen gegen diese Extreme — aus dem Schleim, aus dem Nichts — ausgesprochen blaß aus. Die Menschen waren vor allem Amerikaner mit Marine-Ethos, Soldaten: Stumpf, tapfer, aber nicht besonders sympathisch.

Nun sind die Blizzard-Leute Meister im Bauen eklektischer Fantasyswelten, und weil das so ist, kann man die ästhetischen Codefragmente auflisten, die sie verwendet haben, um die Erdlinge im neuen Starcraft aufzuwerten und eine okaye Identität für uns zu finden:

- Die Raumschiffinterieurs sind Nautilus: Messingbeschläge, Nieten, rot und marineblau, Steampunk, vornehmes Techno-Art-Nouveau: Ein Grammophon vor dem Panoramafenster zu den Sternen.
- Die Bodentruppen dagegen bleiben Space Marines, mechanisch aufgerüstete, kämpfende Männer mit Hundemarke und Korpsgeist.
- Die Protagonisten schließlich, und das ist die entscheidende Innovation, sind raubeinige Outlaws und Kleingauner. Raynor schießt mit einem guten alten Revolver auf den Pianisten (den Bildschirm mit UNN-Nachrichten) – Blizzard betont das Western-Element ausdrücklich, und von der Einführung des Tychus-Charakters bis zur Musik ist das erste Drittel des Spiels ästhetisch lupenrein Firefly: Ein abgelegener Wildwestweltraum, in dem gesoffen und geprügelt wird.

Nun hat man bei Blizzard eine Menge Erfahrung mit dem so eingeführten Sympathisch-Raubeinigen: Die Orks aus dem Warcraft-Universum leihen ihren dortigen Feinden, den Menschen, hier ihre wesentlichen Charakterzüge: Die Starcraft-II-Terraner sind, wie die Warcraft-Orks, grobschlächtig, rüpelhaft, aber vor allem treue Seelen, kurz: Metaller. Und mit dieser ulkig unreifen Virilität holzen sich die Terraner durch Starcraft II: Als rostige, nach Schmieröl und Schweiß stinkende spätviktorianische Heavy-Metal-Western-Weltraum-Wikinger mit großen Wummen. Gotta love’em.

Zum Beweis: Terran up the night von der Blizzard-eigenen Metalband “L80ETC”.

Und, aus den Youtube-Kommentaren:

Zerg can assimilate other species into them and consume entire worlds, the protoss have transendental technoloy and psychic powers. how do mere humans stand against that kind of enemy? big. fucking. guns.

Word. Großer, großer, großer, Spaß.

22. August 2010 13:12 | Comments (0)



Ich trage einen lotterigen GAP-Baumwollpullover aus den Jahren, in denen es hier GAP gab, ein altmodisches mauvefarbenes Brooks-Brothers-Hemd mit Schößen bis in die Kniekehlen, Turnschuhe und eine Anzughose, mit anderen Worten, ich trage irgendwas, und es ist trocken.

Rumpeln, warme Luft, graue Schläfen, übernächtigte Studentinnen, abkühlendes Licht.

(ah Ihr Frauen in steingrauen Strümpfen) / Stadt wieder, die in genüsslicher Grausamkeit meine Zeit zerreibt, in der man Gedichte schreibt nicht um sie jemandem zu zeigen, sondern weil man es sonst lassen müsste — von der Hoffnung auf mehr leben, auf mehr von dieser Hoffnung auf mehr (usf.)

20. August 2010 20:30 | Comments (0)



Fünf-Punkte-Programm (Mantra):

1. Musik hören.
2. Auf den Scheißegalpunkt hinarbeiten.
3. Lesen.
4. Gut anziehen.
5. Unschuld ist möglich.

[da wir gerade dabei sind]

7. August 2010 14:58 | Comments (1)



Ich erinnere mich gern, wie ich heimkam, Freitagabends, hoffnungslos übermüdet, und das Gefühl hatte, daß ich zwar was verpasste, mich aber wenigstens wohlfühlte: Das war die Entscheidung. Wohl fühlen, oder nichts verpassen wollen und dorthin fahren, wo man knietief durch zwei Paletten durchweichtes Klopapier watete, wenn man die Cola wegtragen wollte, was zwar wirklich cool war, wo aber jeder überrascht tat, mich zu sehen. Freudig überrascht, eigentlich mochten sie mich, aber eben doch überrascht. Jedenfalls kam ich nach Hause, am Freitagabend, hörte mich einmal durch die Americana, und las Joseph Roth, wozu ich Kekse aß.

[merkt man, daß ich zum ersten mal seit zehn Jahren The Offspring höre? shut up, you talk to much]

7. August 2010 14:33 | Comments (0)



Fernwärmerohre und Gräser, mürbe zerknautschte Aluminiumfolie, eine Netto-Tüte in den Ästen. Die Gräser stehen zwischen den zwei Rohren, und davor, und hin und wieder wirft ein warmer Windstoß sie gegen das grün lackierte Metall: Ferien.

5. August 2010 22:12 | Comments (0)



Ein Bauzaun mit Ankündigungen für Kleinkunst und Coverbands, in gelb und violett, mit wenig farbtreuen Bildern. Davor der Gehsteig, halb asphaltiert, halb Kies mit trockenen Flecken erfrorenen Grases. Rechts von uns die Straße: Schnell und mit gewaltsamem Geräusch fallen uns die Fahrzeuge in den Rücken und bremsen dann, einige Meter vor uns, auf den Stadtrand zu. Es ist ein wenig peinlich, hierher geraten zu sein, aber das kurze Stück an der Straße schließt den Kreis, es ist kalt und überhaupt an der Zeit, in geschlossene Räume zurückzukommen.

5. August 2010 7:15 | Comments (0)



Die Landschaft ist absolut flach und grasbestanden. In schnellen Wechseln wird es heller und dunkler, die Sonne ist kurz zu sehen, verschwindet für Sekunden, blitzt auf, reißt ab. In der linken Hälfte des Bildes, fast im Vordergrund, eine Weide, die die Schultern hebt, wenn das Licht zusammenfällt. In der rechten Bildhälfte, im Hintergrund, zwei flache Gebäude mit zerbrochenen Scheiben und ein Schornstein. Auf dem gezackten Dacht der einen Halle ein Kran, ohne Kabel. Die beiden Gebäude und der Schornstein sind die einzigen unbeweglichen Elemente des Bildes, feste Formen im Aufruhr. Nur der Schornstein, einige Dachzacken und natürlich die Weide überragen den Horizont.

27. July 2010 19:51 | Comments (0)



zerfallende Seidenvorhänge (rot und gold)
salziger Parmesan
Teakholz
untuk dewasa

[I had this dream last night / that I / could turn the sun]

19. July 2010 21:18 | Comments (0)



Die Selbstverschlingung der symbolischen Oberfläche: Eine Kontinuität der Kühle und Trockenheit eines Herbsttages auf eine Innenseite aus verschwitzter Seide, übergangslos und identisch. (Die symbolische Textur wird von denselben Zeichen gebildet, aber es gibt auf ihr Orte, an denen man ihre verschwörerische Rückseite sieht.)

10. July 2010 12:43 | Comments (0)



Das ist ein Stein, der dort seit zwei Jahrtausenden liegt, aber von Menschen hingelegt wurde, und auf dem jetzt die Hitze liegt, durch die wir uns bewegen können. Etwas summt in der Luft, unter der gleißenden Kuppel. Einzelne Schritte und Wendungen knirschen im Staub, das sind Bewegungen von Schatten zu Schatten. Sommerstumpf sehe ich nicht, was ich später auf den Photos erkennen werde: Wie kleine Windstöße etwas Unruhe bringen, die Eleganz der Verhältnisse zwischen zwei Säulen. Die Bucht im Hintergrund, die Boote: So leben Menschen, das geht, es ist eine Möglichkeit, man könnte tauschen mit ihnen, wenn man tauschen könnte.

Die Wahrheit auch der Ruinensituation ist eine Entscheidung und setzt das Herauslösen der Situation aus dem Durcheinander voraus, aus dem Durcheinander der Steine und aus dem Durcheinander der Lebenszeit. Der Wille zur Situation ist ihre Bedingung, und die Zahl der Situationen ist die Zahl der Willensakte: Wie oft bringe ich es fertig, Situationen herauszulösen aus dem Strom der Dinge, die einfach so sind weil sie so sind und immer so vor sich hin sind? Die Bedingung dieser Willensakte ist unklar, eine Kraft, die sich selbst speist, aber auch launenhaft monatelang erlischt. Sicher scheint, daß sie auf Konzentration angewiesen ist, zusammenhängende Zeit braucht, Erzählbögen, ungestörte Aufmerksamkeit.

Der Wald, der kühler ist, und in dem die Straße so gerade nach Osten verläuft, daß der zappelnde Fahrradschatten sich lang vor mir hinstreckt. Nur ab und zu, wo die Radwegplaner etwas gegen die Langeweile unternehmen wollten und der Weg einen Schlenker von der Straße weg macht, verschwindet der Schatten in den Kiefern. Diesmal bin ich allein, abgesehen von den gelegentlichen, meist brutal gefahrenen Dorfgefährten auf der Landstraße. Bis zum Bahnübergang fahre ich, denke ich. Auf meiner Karte enden die Gleise ein paar hundert Meter links von mir, mitten im Wald.

10. July 2010 9:47 | Comments (0)



Der Rückzug: Verzicht auf die Welt, die Hinwendung zu den Büchern, die immer eine Hinwendung auch zu den Menschen ist — zu einzelnen, konkreten Menschen, zur Intensität eines fremden Geistes, im Gegensatz zur flachen Masse der Bekanntschaften — ist eine antiquierte Idee: Diese verregneten, fruchtlosen Nachmittage, die die seltenen hellen Momente verpacken, erscheinen uns kaum noch realistisch und ein wenig lächerlich und wie eine Anmaßung. Trotzdem lauert die Neigung dazu noch in uns, das Bedürfnis nach Wohnungen, die nicht dauernd erneuert werden, nach muffigem Papier, Teetassen, Brotresten, gedämpftem Glockengeläut und farblosem Licht und schweigsamer Zeit zu zweit. Irre ich mich, oder ist die Selbstverständlichkeit, daß jemand diesen Job machen muß, tatsächlich dahin?

4. July 2010 12:26 | Comments (5)



Es wäre noch möglich, in einer Szenerie (sagen wir: dieser) vollständig zu verschwinden, d.h. auch vom Rest der Welt außerhalb der Szenerie gar nicht mehr wahrnehmbar zu sein: Ein Schatten im Supermarkt, mit dem man leicht zusammenstößt. Solche Pläne scheinen sich jedoch nur für eine unbestimmte Zukunft anzubieten. In der Gegenwart hindern Bindungen an die Welt eine solche Versenkung, komplexe Verpflichtungsverhältnisse und Verabredungen zum Essen. Wer ernsthaft die sublimen Schwingungen eines imaginierten Hauses erkunden will, funktioniert nicht mehr im Sinne des Kapitals, das ist ausgeschlossen.

Wenn man sehr jung ist, ist es leicht, unheimlich zu sein, denn jeder ist gern bereit zu glauben, daß es sich dabei um ein Spiel für intelligente Menschen handelt. Jenseits der dreissig endet der Spaß: Der Verdacht, daß eine Unheimlichkeit (ein Interesse am Beunruhigenden, Apragmatischen, geistig Ungesunden) echte Folge bitteren Scheiterns sein könnte, wird mit jedem Jahr plausibler. Obsessionen, die dich mit zwanzig ausgezeichnet hätten als jemanden, der eigenständig fühlt, machen dich mit dreissig verdächtig: Weil es die Möglichkeit gibt, daß du tatsächlich nicht harmlos bist, daß die Obsession in unguter Weise echt und jenseits des Spielerischen wirksam sein könnte.

Diesem Problem des Alterns der Obsessionen scheint man auf zwei Weisen begegnen zu können: Möglichkeit eins ist das Gute Leben, riesige Tische in Obstgärten, Berge von Weißbrot und große Karaffen Wein, Oliven und teure alte Autos vor den Steinmauern, in denen sich die Hitze staut und die Zikaden lärmen: Wenn solcherart gesunde Genußfähigkeit (praktisch und psychisch) bewiesen ist, wird ein Atelier verziehen (ein Schreibtisch, eine schwelende Affäre, etc.) — Rivettes Belle Noiseuse ist ein ganz gutes Beispiel für diese Lösung; auch dafür, daß sie nicht vollständig funktioniert. Die zweite Lösung, die ebenfalls nichts restlos löst, ist Trotz. Giger sitzt in seinem Museum und ist etwas lächerlich, Jünger sitzt in Wilflingen und ist etwas lächerlich, aber sie bleiben dabei und bestehen auf ihr Recht auf Unheimlichkeit.

27. June 2010 9:10 | Comments (6)



Im Namen des Volkes: Der Reaktorkern.

19. June 2010 19:43 | Comments (3)



Wenn es dem Leben nicht gelingen sollte, mich dem Katholizismus in die Arme zu treiben, wird es sicherlich dem Internet gelingen: Diesem allseitig so demonstrativ volksgesunden, besserwisserischen, selbstgerecht gehässigen, durch und durch gemeinen Ding, diesem ewigen, sich selbst schreibenden Boulevard.

Ich lese František Kubkas Karlsteiner Vigilien, Berlin Ost 1970, zaks Zufallsfund: Einundzwanzig Geschichten mit Frauennamen, eine lockere Rahmenhandlung, und vorsichtig kolorierte Illustrationen.

Bei der Weinlese im dem Weinberg Clos Saint Jean wurde er vom Herrn des Weinbergs, dem Bürgermeister von Beaune, Ramuse-Laurent, mitten unter die zahlreichen Gäste geleitet, Männer und Frauen, die schon am frühen Morgen zusammengekommen waren und gewürzte Pasteten gegessen hatten, die dann in geselliger Runde bis zum Mittagessen geblieben waren, das aus Krebssuppe, Goldfasanen und gedünstetem Rindfleisch mit Artischocken bestand, hatten dann bis zum Abendessen getanzt, bei dem sie duftende Leberwürste, Schinken und Weißbrot verspeisten, hatten bis Mitternacht dem Wein zugesprochen, wo dann eine Hühnerbouillon serviert wurde, und so feierten sie weiter bis zum nächsten Morgen, wo man dann die Betrunkenen aus Kannen begoß und die Tänzer wieder zum Frühstück rief. Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht sangen die Männer und jauchzten die Frauen, die Tugend so manchen Mädchens nahm Schaden, und die Ehefrauen vermochten es nicht, ihre Männer zu bewachen. Unter den umgestürzten Tischen lagen sich schlummernde Paare in den Armen, und man konnte nur schwer unterscheiden wem welche Glieder gehörten. Solch ein Fest wurde auf dem Weinberg des heiligen Johann gefeiert, daß die Goldenen Berge vor Scham leicht erröteten, so wie sie jeden Herbst zu erröten pflegten. Aber vielleicht war es auch nur die septemberliche Abendröte hinter durchsichtigem Nebel.

Ich lese Wilhelm Worringer, Formprobleme der Gotik, München 1920, (zu dem ich über Mark Fishers exzellentes Flatline Constructs komme):

Die Raumgrenzen sollen derartige sein, als ob der Raum sie sich gleichsam selbst gesetzt habe, um sich dem unendlichen Raum gegenüber zu individualisieren. Es soll der Eindruck natürlicher Raumgrenzen entstehen, innerhalb derer der Raum ein selbständiges, organisch gebundenes Leben führen kann. So soll das Unsinnliche, nämlich der Raum, wieder versinnlicht, das Immaterielle wieder materialisiert, das Unfassbare wieder objektiviert werden.

Ich schaue mir edmonds fleurs de paris an und Le Camp.

Und bewundere die Großzügigkeit.

19. June 2010 19:06 | Comments (1)



Aggiornamento: Bargfeld.

6. June 2010 19:28 | Comments (2)



Klang der großen, walzenden, rücksichtslosen, lockenden, fleischschlingenden Maschine.

1. June 2010 20:50 | Comments (0)



A piece of chalk to follow the contours of what is not, or is no longer, or is not yet; the handwriting each one of us will use to compose his own list of ‘things that quicken the heart,’ to offer, or to erase. In that moment poetry will be made by everyone, and there will be emus in the ‘zone.’

31. May 2010 22:05 | Comments (1)



Vor den Rennen spielt die Galopprennbahn Hoppegarten die Titelmelodie von “Rivalen der Rennbahn”.
So ist das: Wir leben von undeutlichen, aber bunten Sehnsüchten aus den Serien der späten 80er, als noch nicht alles gleich schmeckte. Die Zeit (nein: diese Zeit) adelt alten Kitsch.

24. May 2010 11:18 | Comments (4)



Die Geräusche: Vögel, Laub, und das Dröhnen der Stadt, das im Sommer viel näher ist. Ich warte. Der Wind rauscht in der Pappel, und ganz leicht bewegt er die tiefblauen Vorhänge. Manchmal streicht mir eine kühle Lufthand durchs Haar.

(Ich bin sehr ruhig. Ich mache nichts mehr. Ich glaube, ich weiß, wie wir leben sollten. Es ist an Euch. Ich kann Euch nicht zwingen, und es hat keinen Sinn, es zu erklären. Ich verlange nichts. Wenn ich in einem halbdunklen Zimmer, gegen ein Kissen gelehnt, den Sommergeräuschen zuhöre und den Vorhang zittern sehe, wenn ich zu den Büchern hinüberschaue, an eine Brasilia-Ausstellung denke und lächle, wenn ich hier sitze und warte: Das sollte genug sein. Ich wiederhole: Es ist an Euch.)

[Sommer VII]

24. May 2010 11:00 | Comments (0)



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and she moves among the sparrows