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zak
Befindlichkeiten


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2008.04.17 | 10:33 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Prozeduren der Abwesenheit

Reminder

[...] I strapped on an oxygen tank and dove into the past, paddling back through the years, emerging from a manhole on memory lane. The boondocks were doing just fine without me. [...]

Jeffrey McDaniel - Survivor's Glee

2008.04.11 | 12:32 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
LH 952

Der Imperativ des Neuen, der seine durchaus bekannten Finger an unsere pulsierenden Adern legt; der Gedanke, dass natürlich auch das Mitdenken und -sagen des Umstandes, dass immer alles schon da war und die deklinierbaren Formen endlich und natürlich auch die Möglichkeiten der Varianz und Individualisierung durch das Subjekt beschränkt sind; dass also jedenfalls, ich wiederhole mich, das Mitdenken dieses Umstandes natürlich, naturgemäß, auch und ebenso nichts Neues ist, obwohl es manchmal so scheinen mag, sondern nur ein weiteres bereits Gewesenes, das uns nicht rettet [...]

Jedoch: Ein Abschied am Flughafen ist ein Abschied am Flughafen und nichts kann den natürlichen Schmerz des Vermissens mindern. ICH bin der, der DICH nicht [alleine, ohne mich] durch dieses Gate gehen lassen will, ICH, und niemand anderes, ist die salzige Traurigkeit des Abschieds.

COMMENTS

1 - posted by brittbee | 2008.04.11 | 16:02

wenn du bloggst, dann bloggst du richtig, du herzverknitterer

2 - posted by zak | 2008.04.12 | 11:55

Aber nicht doch, nein…

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2008.04.08 | 13:07 | Notizbuch PERMALINK  |  TRACKBACK
Cedez le passage

Die Käfer-Lounge im Flughafen Köln/Bonn, in der man ab und an bunte Plastikbälle im Essen findet, und manchmal auch schreiende Kinder, weil das sich auf der Ebene darüber befindliche Bällchenbad des Kinderspielplatzes nicht immer ignorierbar ist, weder akustisch noch haptisch.

Die Air France serviert Champagner und frische Croissants. Die Sonne über dem Flugfeld, die sandfarbenen Gebäude, der Schmutz, der Hinterhof, die Wäsche und die Luft, jede Minute die Luft, jede Sekunde, Salz, immer wieder, die Möwen, die im stahlblauen Himmel stehen, über den Schindeln, den Kaminen und den Antennen. Der Kamin im Zimmer, der Kamin in der Küche, die Handtücher und die Wäscheleinen, das rostige Metall, das Gebäude am Hang, über der Stadt, in dem du Bücher sortiertest, die Kiesel im Hof, der helle Staub, die Säulengänge, die Kirche, der Tee und das Minzwasser, die Berge und die zerklüftete Küste, deine weichen Knie, der Verrat und die Träume, die Angst und das Spiel [...]

– ich versuche, die Erscheinungen zu verstehen.

Später dann wird all dies ein Buch sein. Nicht mehr und nicht weniger.

[...] Ich bin ungerecht, jähzornig, eitel, unduldsam, selbstbezogen, arrogant, nachtragend, vorlaut, sicherheitsbedürftig, besserwisserisch, zu wenig hilfsbereit, intolerant und leicht verletzbar - und unternehme nichts dagegen, weil es sich um Eigenschaften handelt, die allesamt der Kunst förderlich sind. Mein Ich ist ein Projekt, kein Mensch. [...]

Helmut Krausser - Oktober, November, Dezember

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