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Befindlichkeiten


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2007.10.27 | 17:02 | Notizbuch PERMALINK  |  TRACKBACK
Du Même et de l’Autre

Es gibt ja nur so viele Bücher, soviel Text, soviel anscheinend lesbare Welt aufgrund von Hilflosigkeit. Man kommt ja schließlich nirgendwo an. Je mehr produziert wird, desto mehr zeigt sich diese Hilflosigkeit, die weder Anfang kennt noch Ende. Annäherung vielleicht, Erreichen niemals. Ahnungen.

[...] Und indem ich Roussel einen schwachen Teil dessen gebe, was ihm geschuldet wird, verwende ich das Wort “Tisch” in zwei übereinanderliegenden Bedeutungen: als vernickelten, gummiüberzogenen, weiß eingehüllten und unter der gläsernen Sonne, die den Schatten verschlingt, glänzenden Tisch, dort wo für einen Augenblick, vielleicht für immer, der Regenschirm die Nähmaschine trifft; und als Tableau, das dem Denken gestattet, eine Ordnungsarbeit mit den Lebewesen vorzunehmen, eine Aufteilung in Klassen, eine namentliche Gruppierung, durch die ihre Ähnlichkeiten und ihre Unterschiede bezeichnet werden, dort, wo seit fernsten Zeiten die Sprache sich mit dem Raum kreuzt. [...]

Michel Foucault – Die Ordnung der Dinge

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